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Regie: Jaques Becker

Drehbuch: Cesare Zabattini, Jaques Becker

Kamera: Robert Le Fébvre

Musik: Paul Misraki

Bauten: Georges Wakhévitch

Schnitt: Marguerite Renoir

Aufnahmeleiter: G. Testard

Regieassistent: M. Maurette

Produktionsleistung: René G. Vuattaux

Erstaufführung: 21.12.1954

Produktionsfirma: Cyclope

Allianz Film

Ein Farbfilm von Jaques Becker in Eastmancolor


Personen:

Ali Baba

Räuberhauptm. Abdul

Cassim

Morgane

Harun, ihr Vater

Darsteller:

Fernandel

Dieter Borsche

Henri Vilbert

Samia Gamal

Edouard Delmont

Ali Baba

Vor vielen Jahren lebte in einer kleinen orientalischen Stadt ein Mann, der von allen geliebt wurde, obwohl er weder reich noch schön war: Ali Baba. Dort kommt er gerade auf seinem treuen Esel Busuf wie immer ein fröhliches Lied auf den Lippen; denn das ist es, was Ali Baba den anderen voraus hat: Er ist zufrieden! Jetzt macht er von vielen Seiten herzlich begrüßt – seinen täglichen Rundritt durch das bunte Gewimmel der Stadt. Nun steigt er ab und lässt sich im Türkensitz bei einem Schlangenbeschwörer nieder; munter pfeifend harrt er der Dinge, die da kommen sollen…Und sie kommen: Von der heiteren Pfeiferei angelockt, reckt sich eine riesige Kobra aus ihrem Korb und schlängelt sich züngelnd auf den ahnungslosen Ali Baba zu, der seine Augen gerade ganz woanders hat. Er wendet sich um, erblickt , vor Entsetzen starr, den Schlangenkopf dicht vor seiner Nase und setzt mit Schreckgeweiteten Augen und angstverzerrtem Gesicht das beschwörende aber rettende Pfeifen fort, während er dich auf seinem kostbarsten Körperteil langsam rückwärts in Sicherheit bringt. Schon kann er wieder lachen, um so mehr, als ihm auf dem Frauenmarkt ein prächtiges Geschäft zu winken scheint: Morgane, eine hinreißend tanzende, wunderschöne Sklavin sieht dort, von vielen begehrt, ihrer Versteigerung entgegen, „Beste Qualität und garantiert aus erster Hand!“ Lässig bietet Ali Baba eine Summe, die die anderen Käufer wutschnaubend zurücktreten lässt; er kann seine schöne Neuerwerbung nach Hause führen. Aber froh ist der Arme nicht; wie nur soll er dem Mädchen, das mit seinem Käufer offensichtlich sehr zufrieden ist, gestehen, dass ihr rechtmäßiger Besitzer nicht er, der einfache Diener Ali Baba, sondern sein Herr, der geizige Cassim, ein feister Bösewicht von über 60 Jahren ist? Es kostet seine ganze treuherzige Überredungskunst, um Morganes Tränen zu stillen. Aber er wird sie wieder zum Lachen bringen, das gelobt er sich; denn hier schon sei es verraten Ali Baba liebt Morgane, und deshalb wird er sie auch vor den Nachstellungen Cassims zu schützen wissen!

Jetzt reitet Ali Baba, was der gute Busuf hergibt, einem Kaufmann hinterher; er will ihm den Papagei abluchsen, den Morgane gestern mit so begehrlichen Augen betrachtet hat. Er erreicht die Karawane und beginnt seinen Handel…Da! Donnernde Hufe, eine gewaltige Staubwolke und entsetzte Schreie der Kamelführer! Was geschieht? Ali Baba rettet sich auf jeden Fall mit gewagtem Kopfsprung in einen riesigen Korb, der am Sattelzeug eines Kamels befestigt ist. Vierzig Räuber, an ihrer Spitze Hauptmann Abdul, haben die Karawane überfallen; sie vertreiben die Händler und ergreifen ihre Beute beim Zügel. Hauptmann Abdul schwingt furchterregend seinen Krummsäbel und sich selbst auf das Kamel, an dessen Seite im engen Versteck ein „blinder Passagier“ neuen Abenteuern entgegenschwankt. Es geht ihm gar nicht gut; denn er ist sozusagen „kamelkrank“, und es ist nicht ratsam, frische Luft zu schöpfen, weil Coco, der Papagei auf dem Rand des Korbes sitzt und bei jedem verzweifelten Versuch sofort eine verräterische, kreischende Konversation eröffnet!... Aber trotz mannigfacher Entdeckungsgefahr muß alles doch recht gut gegangen sein. Wie sonst wäre es möglich, dass Ali Baba spät in der Nacht in den Palast seines Herrn zurückkehrt Übrigens gerade zur rechten Zeit, um Morgane aus den Armen des feisten Wüstlings zu reißen mit blitzenden Ringen an sämtlichen Fingern, mit den Taschen voller Goldstücken und mit einem kostbaren Geheimnis beladen? Aber Cassim schwört sich sofort, es ihm zu entlocken, und als alle falsche Schmeichelei, ja selbst ein üppiges Festmahl zu Ehren des Reichgewordenen Dieners und seiner Freunde, der Bettler, nichts fruchten, da versucht es der habgierige Bösewicht mit einer Erpressung: Noch heute soll Morgane die Seine werden, wenn Ali Baba nicht…

Nun gut, Ali Baba gibt nach unter der Bedingung, dass Morgane von nun an ihm gehöre, damit er die schöne Unschuld zu ihrem Vater zurückbringen kann. Abgemacht! Und dann schleicht er mit dem vor Neugier und Ungeduld bebenden Cassim zu der geheimnisvollen Höhle der Räuber, in der die Beute von Räubergenerationen aufgestapelt liegt. Er spricht feierlich die magischen Worte „Sesam, öffne Dich!“, die er auf seiner gefahrvollen Reise im Kamelkorb dem Räuberhauptmann abgelauscht hat und der Eingang zum Felsen öffnet sich: Gierig stürzt sich Cassim auf die ausgebreiteten Schätze… Ali Baba zeigt ihm einen kostbaren, Edelsteinbesetzten Krummsäbel da steigt in Cassim der Plan auf, sich mit dieser Waffe zum alleinigen Besitzer der ungeheuren Reichtümer zu machen! Schon schwingt er den Säbel über Ali Babas Kopf aber, keine Angst, der hat seinen Schutzengel, und Cassim fängt es zudem ziemlich ungeschickt an… Räuberhauptmann Abdul, der Grimmige, hat der beiden „Diebe“, wie er sie nennt, auf ihrem Heimtritt von der Höhle vergebens verfolgt und mit finsterem Blick schwört er bittere Rache. Ali Baba ahnt von all dem nichts; er ist nämlich mit Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt! Ja, er hat beschlossen, Morgane zu heiraten, ehe ihr geldgieriger Vater, Harun, sie wieder an einen anderen verkaufen kann, Am Tage der Hochzeit schleichen sich Abdul und Cassim, einer vom anderen nicht wissend, in Ali Babas Haus. Sie führen Schlimmes gegen den Bräutigam im Schilde. Auf beiden Seiten des Hauses lauern ihre Komplicen. Das Zeichen zum Angriff kommt für beide Lager gleichzeitig: Sie springen über die Gartenmauer, erblicken die Kumpanen von drüben, wähnen sich entdeckt und stürzen aufeinander los! Ein furchtbares Gemetzel bricht aus, Blut fließt in Strömen und die Köpfe rollen…bis kein einziger mehr am Leben ist! In rasender Verfolgung jagt inzwischen Abdul hinter Cassim und Ali Baba her. Aber Ali Babas Schutzengel will es, dass Cassim im Schwimmbassin des Innenhofes landet und Abdul ihm dort bald darauf Gesellschaft leistet! Zum Trocknen werden die beiden fein säuberlich in zwei Käfige gesetzt und bestreiten auf diese Weise einen wesentlichen Teil des Vergnügungsprogramms der nun doch noch stattfindenden Hochzeit. Der gute Ali Baba endlich alleiniger Besitzer der immensen Reichtümer geht daran, seine Schätze unter die Armen zu verteilen. In langem, buntem Zug zieht die Menge zur Höhle, von Ali Babas beschwörender Stimme unermüdlich zu Ruhe und Ordnung ermahnt… Aber als der Berg Sesam sich öffnet, zögert die Menge nur einen winzigen Augenblick und stürzt dann wie wild in die Höhle, rücksichtslos alles mit sich niederreißend auch den armen Ali Baba, der vergeblich versucht, sie zurückzuhalten. Doch Morgane findet ihn, und alles wird gut. Ali Baba kann schon wieder lächeln: Zusammen machen sie sich auf den Heimweg wieder arm, aber glücklich und zufrieden!

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